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Risiko anaphylaktischer Schock

Risiko anaphylaktischer Schock

Viele Allergiker fürchten sich vor einem allergischen Schock. Wer sein individuelles Risiko kennt und Maßnahmen zur Vorbeugung ergreift, lebt sicherer.

(RaIA/dgk) Wenn die Frühlingssonne lacht und die Temperaturen steigen, beginnt wieder die Zeit der Insekten. Auch Bienen und Wespen sind bald wieder unterwegs – zum Leidwesen aller Insektengift-Allergiker. Denn sie haben ein vergleichsweise hohes Risiko, nach einem Bienen-, Wespen-, Hummel- oder Hornissenstich einen allergischen Schock, eine so genannte Anaphylaxie, zu entwickeln. Ein anaphylaktischer Schock ist die Maximalvariante einer allergischen Reaktion mit lebensgefährlichen Auswirkungen. Nach dem Kontakt mit dem Allergieauslöser (Allergen) kommt es dabei in kürzester Zeit zu heftigen allergischen Reaktionen, die bis zu Atemnot, Blutdruckabfall und Bewusstlosigkeit reichen können. Eine Anaphylaxie kann sogar zu Herz- Kreislauf- oder Atemstillstand führen und damit tödlich enden.

Besonders gefährdet?

Nicht nur Insektengift-Allergiker sind Anaphylaxie-gefährdet: Auch Menschen, die beispielsweise unter Medikamenten-, Nahrungsmittel- oder bestimmten Pollenallergien leiden, haben ein erhöhtes Risiko. Für Erdnuss-Allergiker können schon kleinste Mengen Erdnussmehl in Kuchen und Keksen schwerwiegende Folgen haben. „Bei einer Milch-, Hühnereiweiß- oder Weizenallergie im Kindesalter ist immer besondere Vorsicht geboten“, betont Dr. Thomas Buck, Allergologe und Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin aus Hannover. Das wohl größte Risiko für einen lebensbedrohlichen Allergieschock haben junge Nahrungsmittel-Allergiker, die gleichzeitig unter Asthma leiden und erblich vorbelastet sind.

„Es ist sehr wichtig, sein individuelles Anaphylaxie-Risiko zu kennen und einem allergischen Schock vorzubeugen“, erklärt Professor Ludger Klimek, Leiter des Zentrums für Rhinologie und Allergologie in Wiesbaden. Damit der Arzt das Anaphylaxie-Risiko eines Patienten besser einschätzen kann, werden seit einigen Jahren so genannte Auslöserprofile erstellt und in einer Datenbank gesammelt. Sie liefert wichtige Informationen, wodurch bei wem ein allergischer Schock ausgelöst wurde. „So werden auch seltene Allergene als Anaphylaxie-Auslöser erkannt, und Ärzte können den Patienten darauf abgestimmte Vorbeugemaßnahmen anbieten“, sagt Allergieexperte Klimek.

Vorbeugen – aber wie?

Um eine anaphylaktische Reaktion zu vermeiden, können Allergiker einiges tun. Vielen hilft eine Hyposensibilisierung. Bei dieser Behandlung, die auch als spezifische Immuntherapie bekannt ist, wird der Körper langsam an den Allergieauslöser „gewöhnt“, bis er schließlich nicht mehr darauf reagiert. Bei Insektengift-Allergien werden mit der spezifischen Immuntherapie gute Erfolge erzielt. Aber auch viele andere Allergiker können davon dauerhaft profitieren.

Für Pollenallergiker ist es besonders wichtig zu wissen, auf welche Obst- und Gemüsesorten sie möglicherweise mit einer so genannten Kreuzallergie reagieren könnten. So können Birkenpollen- Allergiker beispielsweise auch auf Sellerie allergisch reagieren, und manche Gräserpollen- Allergiker vertragen weder Hülsenfrüchte noch Erdnüsse. Der Genuss der „falschen“ Lebensmittel könnte für sie fatale Folgen haben.

Was hilft im Notfall?

Leider ist es für Allergiker nicht immer möglich, alle potenziellen Anaphylaxie-Auslöser zu meiden oder sich einer spezifischen Immuntherapie zu unterziehen. Dann ist es unverzichtbar, stets ein Notfallset mit Adrenalin-Autoinjektor, Antihistaminikum und Kortison zur raschen Selbstbehandlung griffbereit zu haben. „Den Gebrauch des Adrenalin-Autoinjektors im Notfall sicher zu beherrschen, das ist sozusagen die Lebensversicherung für jeden Anaphylaxie- gefährdeten Patienten“, betont Professor Ludger Klimek und rät Betroffenen dringend, sich im Umgang mit der lebensrettenden Medizin schulen zu lassen.

Text-Quelle: dgk

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